25.11.2014
WICKEDE. Glück im Unglück: Ein aufmerksamer Nachbar entdeckte am gestrigen Dienstagabend (25. November 2014) einen Kaminbrand. Er bemerkte einen heftigen Funkenflug aus dem Schornstein des Wohnhauses von Walter Frömmel an einem kleinen Privatweg an der Messbergstraße in Wickede. Gegen 22.20 alarmierte der Nachbar die Feuerwehr und machte das Ehepaar Frömmel auf den Kaminbrand aufmerksam.
Der Löschzug Wickede der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde
Wickede (Ruhr) rückte mit vier Einsatzfahrzeugen aus. Darunter die große
Drehleiter.
Außerdem wurde von der Rettungsleitstelle zeitgleich auch der Wickeder Bezirksschornsteinfegermeister Hans-Jürgen Kunick mit informiert, der bei Kaminbränden stets zur Hilfe gerufen wird und ebenso wie die Feuerwehrleute schnell an Ort und Stelle war.
Keine Verletzten
Des weiteren vorsorglich mit an der Messbergstraße: ein Rettungstransportwagen (RTW) sowie ein Streifenwagen der Werler Polizeiwache.
Da es jedoch auf Grund der rechtzeitigen Entdeckung des
klassischen Kaminbrandes und auch während des Einsatzes keine Verletzten gab,
kamen die Sanitäter zum Glück nicht zum Einsatz.
Mit großer Drehleiter und künstlicher Beleuchtung
Vor Ort inspizierte die Feuerwehr, die mit rund dreißig Kräften ausgerückt war, erst einmal mit Hilfe der großen Drehleiter sowie künstlicher Beleuchtung den Schornsteinbrand.
Explosionsgefahr bei unsachgemäßem Löschversuch
Denn ein Kaminbrand darf auf keinen Fall einfach mit Wasser gelöscht werden, weil aus dem Löschwasser durch die hohe Temperatur schlagartig ein mehr als tausendfaches Volumen an Wasserdampf entstehen würde. Dieser drastische Druckanstieg im Schornstein könnte zu einer Explosion führen.
Feuerwehr ließ Kamin kontrolliert ausbrennen
Deshalb entschied Wehrführer Georg Ptacek als Einsatzleiter auch den Kamin kontrolliert ausbrennen zu lassen.
Außerdem kehrte man den Rauchabzug mit entsprechendem Werkzeug, nachdem das Feuer erloschen war. Zudem wurden Kamin und Haus auf mögliche weitere Brandherde untersucht, die durch die hohen Temperaturen um den Kamin herum hätten entstehen können.
Kein Sachschaden – aber potentielle Gefahr durch giftiges Rauchgas
Ein Sachschaden entstand nicht, da der aufmerksame Nachbar ja rechtzeitig die Feuerwehr alarmiert hatte.
Allerdings hätte der Kaminbrand für eine ganz andere Katastrophe sorgen können, wenn er nicht bemerkt worden wäre. Denn die Hausbewohner hätten im Schlaf durch die giftigen Rauchgase getötet werden können, wenn der Abzug des Qualms nach oben durch den Brand nicht mehr funktioniert hätte. Darauf machte Wehrführer Georg Ptacek im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ aufmerksam.
Die Frömmels hatten also Glück im Unglück …
Um kurz vor Mitternacht war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.
ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“
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